INTERVIEW | LARS MOSTON

Lars Moston ist schon seit Jahren fester Bestandteil der Berliner Clubszene. Mit seinen unzähligen Releases auf Labels, wie z.B. Top Billin, No Brainer oder Moonbootique besticht er durch sein großartiges musikalisches Verständnis und seinen positiven Partysound. Lars spielt am 14.7. bei uns!

1. Hey Lars, wie geht´s?

Mir geht’s bestens, danke! Ich würde mich zwar über etwas mehr Sommer in Berlin freuen gerade, aber so wird man wenigstens nicht so sehr vom Musikmachen abgelenkt.

2. Wie beschreibst du deinen gegenwärtigen Musikstil?

Mein Stil hat sich über die Jahre immer etwas gewandelt. Ich bin da ständig auf der Suche nach neuen musikalischen Kicks. Da war von funky, breakig bis maximal ravig schon viel dabei, wobei ich bei all den Einflüssen immer meine persönliche Handschrift zu bewahren versuche. Zur Zeit geht es für mich wieder mehr in Richtung House. Da gibt es eine recht große Bandbreite an Sachen, die mir gefallen, von deeperen Tracks bis zu härteren, technoideren Sachen. Zu meinen favorisierten Labels zur Zeit gehören z.B. Dirtybird, Dubnoir, Sound Pellegrino, Blood Music, Southern Fried und natürlich No Brainer.

3. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Malente?

Wir haben uns in Münster an der Uni kennengelernt und dort auch in der selben Strasse gewohnt. Bis zum ersten gemeinsamen Release war es dann kein weiter Weg, das war dann „In The Sky“, das dann auf Moonbootique erschienen ist. Witzigerweise war „Oh My God“ einer unser ersten gemeinsamen Tracks, der aber damals nicht veröffentlicht wurde. Für die Veröffentlichung auf No Brainer letztes Jahr haben wir ihn allerdings komplett überarbeitet.

4. Was ist für dich die Musik der Zukunft?

Ich denke fürs erste wird weiterhin viel wiederholt und verfeinert werden, was auch voll okay ist – mir wird bisher noch nicht langweilig damit. Eine richtig große Änderung kam ja bisher immer nur mit technischen Neuerungen (Gitarrenverstärker, Drummachine, Computer…), bis zur nächsten musikalischen Revolution dauert es also wohl noch ein bisschen.

5. Woher bekommst du deine Inspirationen, wer sind die Künstler die dich derzeit am meisten beeinflussen?

Beim Produzieren lasse ich mich oft durch Samples inspirieren. Die können auch aus den obskursten Quellen kommen und wiedererkennen kann man sie am Ende meistens auch nicht, aber sie liefern mir oft einen Startpunkt. Stilistisch inspirieren mich dann meine eigenen Erfahrungen beim Auflegen, manchmal auch einfach die Atmosphäre in einem guten Club, so was nimmt man dann mit wenn es nach einem Wochenende wieder ans Produzieren geht. In Berlin hat man ja auch glücklicherweise oft die Möglichkeit, sich andere Künstler anzuhören, die man gut findet. Derzeit mag ich z.B. die Sachen von Julio Bashmore, Shadow Child, The 2 Bears, Daniel Dexter, Poupon, Them Jeans, Astronomar, NT89…

6. Was war das verrückteste,schlimmste, lustigste, dass dir auf deinen Gigs passiert ist?

Nehmen wir mal was Lustiges… ich habe mal eine Show in Sibirien gespielt. Dort haben die offenbar gerne mal Gogo-Tänzerinnen auf der Bühne und die Dame hat bei ihrem Auftritt versehentlich den (extrem geschickt platzierten) Hauptschalter mit ihrem Hinterteil umgelegt, so dass die gesamte Anlage ausfiel. Das war ihr recht peinlich, hat aber die Stimmung im Club weit mehr erheitert als ihr Getanze.

7. Was können wir 2012 noch von dir erwarten?

Diesen Monat kommen zwei Remixes auf Pink Pong und Moveltraxx. Dann eine neue Moston & Malente EP auf No Brainer, und ich arbeite gerade an Kollaborationen mit Ben Mono, Teenage Mutants und noch ein, zwei anderen – das erzähl ich dann wenn es soweit ist.  Außerdem wird es auch noch eine Solo EP geben.

 

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